GoPro Hero 4 Silver -Review

Nach einem Versuch mit der Contour +2 Actionkamera, bin ich nun bei der GoPro Hero 4 Silver gelandet.

Die Contour hatte ich mir für folgende Zwecke gekauft: Als Dash-Cam im Auto, zur Verwendung mit meiner ARDrone2.0 Drohne und als Helmkamera beim Skifahren.

Mit der ArDrone2.0 hat die Sache leider gar nicht funktioniert, die Kamera war schlicht zu schwer. Als Dashcam wurde die Geschichte schnell langweilig und mittlerweile stellen sich hier auch einige rechtliche Fragen. Als Helmkamera war sie dagegen echt gut zu verwenden.
Bis sie ihren Geist aufgab und defekt zurück geschickt werden musste.

In der Folge habe ich mich dann doch dem Marktführer GoPro zugewendet und die Hero 4 Silver gekauft. Der wesentliche Unterschied zur Black Edition ist, die Silver schafft bei 4K nur eine niedrigere Framerate (bei anderen Auflösungen auch), hat aber einen Touchscreen.

Ich habe die Hero 4 Silver jetzt einige Wochen in Gebrauch, hier ein erster Eindruck:

Eine rundum tolle Kamera.

Sowohl Videos, als auch Bilder werden in wirklich toller Qualität aufgenommen.

Für Videos verwende ich meistens die Einstellung 1080p bei 50 fps. Für Fotos 12M. Im Format “wide” bekommt man wirklich “viel Motiv” ins Video oder aufs Bild.
Nach dem letzten Update lassen sich Zeitraffervideos jetzt direkt in der Kamera, ohne die Schnittsoftware GoPro Studio, erstellen. Ein interessantes Feature.

Die Kamera arbeitet sehr gut mit der iOs-App zusammen. Über die App lässt sich die Kamera konfigurieren, fernsteuern und eine Live-Vorschau ist auch möglich. Klappt alles prima.

Für die Hero gibt es megaviel Zubehör. Da bleiben praktisch keine Wünsche offen. Einziges Manko: ist echt toll, muss aber alles extra zugekauft werden. Nicht ganz billig…

Was mir im Unterschied zur Contour auch sehr schnell aufgefallen ist: Die Hero kann man prima einstecken und einfach mal unterwegs einige Fotos schießen. Mit einer Hand locker gehalten, für den schnellen Schnappschuss. War mit der Contour nicht möglich…

Auf jeden Fall aber ein rundum positiver Eindruck.

AR.Drone2.0 – Lipos

Seit mehreren Jahren fliege ich jetzt den Quadrocopter AR.Drone2.0 von Parrot.

Ein tolles Teil, dass sehr viel Spaß macht!

Was mich aber tierisch genervt hat, sind die Akkus oder besser Lipos (Lithium-Polymer-Akkus), die von Parrot für die Drohne geliefert werden. Meiner Meinung nach können weder das mitgelieferte Ladegerät, noch die Lipos sinnvoll verwendet werden.

Die Lipos von Parrot sind sehr teuer! Nach wenigen Ladevorgängen verlieren die Lipos bei mir an Leistung, kurze Zeit später versagen sie ganz den Dienst. Ist mir jetzt 3x passiert, wohl kein Zufall.

Am Ladegerät befinden sich kein Anzeigen außer zwei LEDs und keine Einstellmöglichkeiten. Entladen ist beispielsweise nicht möglich.

Kurz gesagt, die Energieversorgung ist der Pferdefuß bei der Drohne.

Ein guter Freund von mir bastelt seit langer Zeit Modellflieger und kennt sich mit Lipos gut aus. Nach einer tollen Beratung von ihm (danke Tommi!), hab ich mich mit Lipos und Ladegerät neu eingedeckt und bin jetzt sehr zufrieden.

Hier mein neues Equipment, welches ich sehr empfehlen kann. Ist nicht ganz billig aber wertig und super zu verwenden.

Vorweg gibst hier einige grundsätzliche Infos über Lipos:
http://www.mikrokopter.de/ucwiki/LiPo

Aber jetzt zum Equipment:

Ladegerät:

Ich hab mir einen Graupner Ultramat 16S gegönnt. Ein rundum zu empfehlendes Ladegerät, leider nicht ganz billig.

Ist computergesteuert und hat für Lipos drei Programme: Laden, entladen und Laden für die Lagerung. Alles was man braucht. Mit diesem Modell kann immer nur ein Lipo gleichzeitig geladen werden, reicht aber völlig.

Es liegen diverse Adapter für den Balancer-Anschluss bei, hier muss nix weiter besorgt werden.

Was noch gebraucht wird, ist ein passendes Ladekabel. Ich hab mir bei Amazon eines bestellt, für Lipos mit XT-60-Stecker:
CARROCKET Akku-Ladekabel XT60 998002

Ladekabel sind ziemlich einfach zu bekommen und kosten nicht viel. Auf der einen Seite müssen Bananen-Stecker zum Anschluss an das Ladegerät dran sein und auf der anderen Seite, der passende Stecker für den Lipo. Über Google gut zu finden.

Lipos wollen richtig geladen werden. Hier gibts klasse Tipps für die ersten Laderunden:

http://hk-helis.forumieren.de/t188-lipos-einarbeiten-fur-lange-lebensdauer-und-gute-leistung

Lipos:

Meine Lipos kaufe ich bei Hobbyking.com.

Günstige Preise (viel günstiger als bei Parrot) und gute Qualität. Leider ist seit kurzem nur noch Versand aus Holland und nicht mehr aus Deutschland möglich. Klappt aber problemlos und kostet nicht viel. Dauert aber länger. Bei Bestellungen immer aufpassen und “Europe Warehouse” auswählen!

Diese beiden verwende ich. Passen beide gut in die AR-Drone2.0. Auch mit Adapterkabel und FlightRecorder kein Problem.

Turnigy nano-tech 850mah 3S 25~40C Lipo Pack (EU warehouse), Mini-JST Anschluss

ZIPPY Flightmax 1300mAh 3S1P 20C (EU warehouse), XT-60 Anschluss

Da die ARDrone2.0 einen Mini-Tamiya-Stecker hat, braucht man leider immer ein passendes Adapterkabel zur Verwendung in der Drohne.

Hier gibt’s einen Adapter auf XT-60 (für den ZIPPY Flightmax oben):
https://droneparts.de/ar.drone-adapterkabel-xt60-mini-tamiya

Über Google sind entsprechende Adapter gut zu finden. Mal einfacher/günstiger, mal schwieriger/teurer. Wenn man sich auskennt, kann man die Adpater auch selber löten. Oder auch möglich: Den Anschluss an der Drohne generell umlöten. Dann entfällt der Adapter ganz. Bitte nur mit entsprechender Erfahrung selbst basteln!!

Update:

Auch eine gute Quelle für Lipos: http://www.stefansliposhop.de/liposhop/

Lipo-Tester

Ein kleines Gerät mit Digitalanzeige. Man schließt die Lipos über den Balancer-Anschluss daran an und bekommt die Leistungsdaten angezeigt. Ich verwenden den Tester von Hype. Praktisch, wenn man unterwegs die Lipos checken will.
Battery Analyzer LiPo, LiFe, Nixx 2-7S

Aufbewahrung

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Lipos immer feuersicher aufbewahren.

Dazu gibst feuerfeste Lipo-Taschen. In diesen Taschen können Lipos aufgeladenm, transportiert und gelagert werden.
Jamara 141360 – LiPo Guard Lipobrandschutztasche 23 cm x 18 cm

Noch sicherer: Ein Lipo-Safe. Ich habe zusätzlich noch in eine entsprechende Box zur Aufbewahrung investiert. Diese wird als feuersicher nach bestimmten Normen von außen! verkauft. Ich denke bei einem Brand im Inneren hilft sie auch. Ist aber eigentlich nicht der Zweck der Box. 😉
Feuerfeste Dokumentenkassette Sentry 0500

Alle Tipps und Hinweise wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es handelt aber sich aber trotzdem nur um unverbindliche Empfehlungen, für welche ich keine Garantie übernehmen kann! Macht Euch bitte selbst weiter kundig, informiert Euch und lasst Euch bei Bedarf fachkundig beraten. Lipos sind nicht ungefährlich!

Daemon von Daniel Suarez

Daemon – 2006 unter Pseudonym veröffentlich – jetzt von mir gelesen. Die Fortsetzung findet sich im Roman Darknet.

Zwei umwerfende Bücher für den leicht technikaffinen Leser!

Ein toter Computerspiele-Milliardär versucht mit Hilfe eines komplexen, über den ganzen Globus verteilten KI-Computerprogramms die Welt zu verändern.

Es bildet sich eine Gemeinschaft von Daemon (=die KI) -Anhängern, welche über eine Datenbrille (aha vor Google Glass schon dran gedacht) alle miteinander in einem Darknet (interessant) vernetzt sind und in Echtzeit interagieren können. Über die Brille haben sie Zugang zum D-Space, welcher als Layer in der Datenbrille über die reale Welt projiziert wird (und daher nur von den Anhängern wahrgenommen wird). Manipuliert werden kann der D-Space durch ein “schamanisches Interface”, eine Art Gestensteuerung. Warum? Ist komplett unabhängig von Sprache und kann jedem Menschen, mit jeder Vorbildung beigebracht werden.

Sie verwenden modernste Technik (anschubfinanziert durch den Daemon), wie 3D-Drucker, autonome Autos (AutoM8), raffinierte regenerative Energien, ….Schwert-Killer-Maschinen (Razorback) zur Bekämpfung der Feinde (brutal), usw.

Der Daemon kommt in jedes Computersystem, übernimmt zuerst die Pornoindustrie, dann die Finanzindustrie. Er versucht mit drastischen Maßnahmen seine Feinde zu vernichten und die bestehende Gesellschaft zu zerstören.

Die neue Gemeinschaft fördert und beschützt er massiv. Sie ist auf Nachhaltigkeit und Gleichheit aufgebaut und setzt massiv Technologie ein.

Das Konzept ist radikal. Zu radikal. Daher sicher kein 1zu1 Vorbild. Die einzelnen Elemente sind hammer-interessant. Die geschilderte Technik mega-geil, da grundsätzlich jetzt schon verfügbar, wenn auch meist nicht in dieser Ausbaustufe.

Mein persönliches Highlight: Das Verhör im funktionellen MRT. Der feindliche Söldner sagt kein Wort und trotzdem ist am Ende seine halbe Lebensgeschichte klar. Weil er nicht verhindern kann an bestimmte Infos zu denken….. Wahnsinn… hehe

Alles beginnt mit einem Mordfall. Doch worauf läuft es hinaus? Wo ist der Haken?

Die beiden Bücher lesen!

Blackout – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg

Gerade von mir gelesen: Blackout

Ein interessanter Roman, in welchem sich alles um einen von Fanatikern verursachten totalen Stromausfall in Europa dreht.

Lebendig geschrieben und durchaus realistisch aufgebaut. Und das macht beim Lesen fast ein wenig Angst, genauso könnte es tatsächlich ablaufen.

Unglaublich was heute ohne Strom nicht mehr funktioniert. Eigentlich fast alles.

Wer’s nicht glaubt oder die Sache vertiefen will:

Hier gibt’s den offiziellen Bericht aus dem Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag

“Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung”

http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab141.pdf

Regt zum Nachdenken an….

Parrot Flight Recorder für AR.Drone2.0

Bei dem Flight Recorder handelt es sich um ein Zusatzmodul für die AR.Drone2.0, welches diese um eine GPS-Fähigkeit erweitert.

Das Modul sieht spaßigerweise tatsächlich wie ein kleiner “Flight Recorder” aus, orange mit entsprechender Aufschrift.

Das Teil ist gut verarbeitet und wirkt stabil. Natürlich “Made in China”.

Der Flight Recorder wird an den USB-Port der Drohne angeschlossen und auf den Akku gelegt. Mit dem Klettband der Drohne lässt er sich gut befestigen, v.a. da auf dem Recorder selbst ein Stück Klettband fest angebracht ist.

Der Flight Recorder hat auch wieder selbst einen USB-Port, um z. B. einen USB-Stick für Aufnahmen anzuschließen. Dies ist aber eigentlich unnötig, da 4 GB Speicher im Recorder integriert sind.

Platz in der Drohne ist genug. Ich verwende zwar nicht die original Parrot Akkus aber meine haben vergleichbare Abmessungen. Die Drohne lässt sich auch mit dem Recorder (und Adapter-Kabel für den Akku) noch recht problemlos schließen. Beim ersten mal musste ich die Kabel und den Recorder aber neu anordnen um eine passende Position zu finden.

Bei mir hat der Flight Recorder sofort problemlos funktioniert. Nach dem Anschließen ist aber eine mehr oder weniger lange Wartezeit notwendig, während das Gerät die Signale der verschiedenen GPS-Satelliten sucht und die Position berechnet. Dies kann einige Minuten dauern.

Nach Abschluss dieser Erfassung, blinkt eine weiße LED am Recorder.

In der FreeFlight App wird unter Einstellungen dann die Anzahl der erkannten Sat-Signale angezeigt.

Ebenso wird in der App das Sat-Icon dann auswählbar und es ist ein Wechseln in den Kartenmodus zu Steuerung der Drohne möglich. Bei mir wurde im besten Fall eine Genauigkeit von 1m angezeigt.

Nach meinem ersten Eindruck fliegt die Drohne mit dem GPS-Modul tatsächlich etwas stabiler, ein Riesen Unterschied ist aber nicht feststellbar.

Der Modus zur Steuerung der Drohne über die Karte ist interessant, nur zweifle ich noch etwas am praktischen Nutzen. Die Drohne muss ja immer in Wlan-Reichweite sein und der Sichtkontakt soll nicht abreißen. Also weit kommt die Drohne sowieso nicht. Auch kann nur ein Wegpunkt (gleichzeitig) gesetzt werden.

Nächstes Problem: Die Positionsbestimmung der Drohne weist (wie bei allen GPS-Geräten) immer eine gewisse Ungenauigkeit auf, genauso wie das verwendete Kartenmaterial.

Im tatsächlichen Einsatz ist die Drohne also nie genau dort, wo sich in der App auf der Karte angezeigt wird.

Enge Flugmanöver zwischen Bäumen, Häusern ist so kaum umsetzbar. Bringe ich die Drohne in große Höhe, um einfach über alle Hindernisse (Häuser…) drüber wegzufliegen, komme ich ganz schnell an die Wlan-Grenze.