AR.Drone2.0 – Lipos

Liegt jetzt schon einige Jahre zurück aber über mehrere Jahren bin ich den Quadrocopter AR.Drone2.0 von Parrot geflogen. Eine der ersten Video-Drohnen für den privaten Gebrauch.

Ein tolles Teil, dass sehr viel Spaß macht!

Was mich aber tierisch genervt hat, sind die Akkus oder besser Lipos (Lithium-Polymer-Akkus), die von Parrot für die Drohne geliefert werden. Meiner Meinung nach können weder das mitgelieferte Ladegerät, noch die Lipos sinnvoll verwendet werden.

Die Lipos von Parrot sind sehr teuer! Nach wenigen Ladevorgängen verlieren die Lipos bei mir an Leistung, kurze Zeit später versagen sie ganz den Dienst. Ist mir jetzt 3x passiert, wohl kein Zufall.

Am Ladegerät befinden sich kein Anzeigen außer zwei LEDs und keine Einstellmöglichkeiten. Entladen ist beispielsweise nicht möglich.

Kurz gesagt, die Energieversorgung ist der Pferdefuß bei der Drohne.

Ein guter Freund von mir bastelt seit langer Zeit Modellflieger und kennt sich mit Lipos gut aus. Nach einer tollen Beratung von ihm (danke Tommi!), hab ich mich mit Lipos und Ladegerät neu eingedeckt und bin jetzt sehr zufrieden.

Hier mein neues Equipment, welches ich sehr empfehlen kann. Ist nicht ganz billig aber wertig und super zu verwenden.

Vorweg gibst hier einige grundsätzliche Infos über Lipos:
http://www.mikrokopter.de/ucwiki/LiPo

Aber jetzt zum Equipment:

Ladegerät:

Ich hab mir einen Graupner Ultramat 16S gegönnt. Ein rundum zu empfehlendes Ladegerät, leider nicht ganz billig.

Ist computergesteuert und hat für Lipos drei Programme: Laden, entladen und Laden für die Lagerung. Alles was man braucht. Mit diesem Modell kann immer nur ein Lipo gleichzeitig geladen werden, reicht aber völlig.

Es liegen diverse Adapter für den Balancer-Anschluss bei, hier muss nix weiter besorgt werden.

Was noch gebraucht wird, ist ein passendes Ladekabel. Ich hab mir bei Amazon eines bestellt, für Lipos mit XT-60-Stecker:
CARROCKET Akku-Ladekabel XT60 998002

Ladekabel sind ziemlich einfach zu bekommen und kosten nicht viel. Auf der einen Seite müssen Bananen-Stecker zum Anschluss an das Ladegerät dran sein und auf der anderen Seite, der passende Stecker für den Lipo. Über Google gut zu finden.

Lipos wollen richtig geladen werden. Hier gibts klasse Tipps für die ersten Laderunden:

http://hk-helis.forumieren.de/t188-lipos-einarbeiten-fur-lange-lebensdauer-und-gute-leistung

Lipos:

Meine Lipos kaufe ich bei Hobbyking.com.

Günstige Preise (viel günstiger als bei Parrot) und gute Qualität. Leider ist seit kurzem nur noch Versand aus Holland und nicht mehr aus Deutschland möglich. Klappt aber problemlos und kostet nicht viel. Dauert aber länger. Bei Bestellungen immer aufpassen und “Europe Warehouse” auswählen!

Diese beiden verwende ich. Passen beide gut in die AR-Drone2.0. Auch mit Adapterkabel und FlightRecorder kein Problem.

Turnigy nano-tech 850mah 3S 25~40C Lipo Pack (EU warehouse), Mini-JST Anschluss

ZIPPY Flightmax 1300mAh 3S1P 20C (EU warehouse), XT-60 Anschluss

Da die ARDrone2.0 einen Mini-Tamiya-Stecker hat, braucht man leider immer ein passendes Adapterkabel ( auf XT-60) zur Verwendung in der Drohne.

Über Google sind entsprechende Adapter gut zu finden. Mal einfacher/günstiger, mal schwieriger/teurer. Wenn man sich auskennt, kann man die Adpater auch selber löten. Oder auch möglich: Den Anschluss an der Drohne generell umlöten. Dann entfällt der Adapter ganz. Bitte nur mit entsprechender Erfahrung selbst basteln!!

Update:

Auch eine gute Quelle für Lipos: https://www.stefansliposhop.de

Lipo-Tester

Ein kleines Gerät mit Digitalanzeige. Man schließt die Lipos über den Balancer-Anschluss daran an und bekommt die Leistungsdaten angezeigt. Ich verwenden den Tester von Hype. Praktisch, wenn man unterwegs die Lipos checken will.
Battery Analyzer LiPo, LiFe, Nixx 2-7S

Aufbewahrung

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Lipos immer feuersicher aufbewahren.

Dazu gibst feuerfeste Lipo-Taschen. In diesen Taschen können Lipos aufgeladenm, transportiert und gelagert werden.
Jamara 141360 – LiPo Guard Lipobrandschutztasche 23 cm x 18 cm

Noch sicherer: Ein Lipo-Safe. Ich habe zusätzlich noch in eine entsprechende Box zur Aufbewahrung investiert. Diese wird als feuersicher nach bestimmten Normen von außen! verkauft. Ich denke bei einem Brand im Inneren hilft sie auch. Ist aber eigentlich nicht der Zweck der Box. 😉
Feuerfeste Dokumentenkassette Sentry 0500

Alle Tipps und Hinweise wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es handelt aber sich aber trotzdem nur um unverbindliche Empfehlungen, für welche ich keine Garantie übernehmen kann! Macht Euch bitte selbst weiter kundig, informiert Euch und lasst Euch bei Bedarf fachkundig beraten. Lipos sind nicht ungefährlich!

Parrot Flight Recorder für AR.Drone2.0

Bei dem Flight Recorder handelt es sich um ein Zusatzmodul für die AR.Drone2.0, welches diese um eine GPS-Fähigkeit erweitert.

Das Modul sieht spaßigerweise tatsächlich wie ein kleiner “Flight Recorder” aus, orange mit entsprechender Aufschrift.

Das Teil ist gut verarbeitet und wirkt stabil. Natürlich “Made in China”.

Der Flight Recorder wird an den USB-Port der Drohne angeschlossen und auf den Akku gelegt. Mit dem Klettband der Drohne lässt er sich gut befestigen, v.a. da auf dem Recorder selbst ein Stück Klettband fest angebracht ist.

Der Flight Recorder hat auch wieder selbst einen USB-Port, um z. B. einen USB-Stick für Aufnahmen anzuschließen. Dies ist aber eigentlich unnötig, da 4 GB Speicher im Recorder integriert sind.

Platz in der Drohne ist genug. Ich verwende zwar nicht die original Parrot Akkus aber meine haben vergleichbare Abmessungen. Die Drohne lässt sich auch mit dem Recorder (und Adapter-Kabel für den Akku) noch recht problemlos schließen. Beim ersten mal musste ich die Kabel und den Recorder aber neu anordnen um eine passende Position zu finden.

Bei mir hat der Flight Recorder sofort problemlos funktioniert. Nach dem Anschließen ist aber eine mehr oder weniger lange Wartezeit notwendig, während das Gerät die Signale der verschiedenen GPS-Satelliten sucht und die Position berechnet. Dies kann einige Minuten dauern.

Nach Abschluss dieser Erfassung, blinkt eine weiße LED am Recorder.

In der FreeFlight App wird unter Einstellungen dann die Anzahl der erkannten Sat-Signale angezeigt.

Ebenso wird in der App das Sat-Icon dann auswählbar und es ist ein Wechseln in den Kartenmodus zu Steuerung der Drohne möglich. Bei mir wurde im besten Fall eine Genauigkeit von 1m angezeigt.

Nach meinem ersten Eindruck fliegt die Drohne mit dem GPS-Modul tatsächlich etwas stabiler, ein Riesen Unterschied ist aber nicht feststellbar.

Der Modus zur Steuerung der Drohne über die Karte ist interessant, nur zweifle ich noch etwas am praktischen Nutzen. Die Drohne muss ja immer in Wlan-Reichweite sein und der Sichtkontakt soll nicht abreißen. Also weit kommt die Drohne sowieso nicht. Auch kann nur ein Wegpunkt (gleichzeitig) gesetzt werden.

Nächstes Problem: Die Positionsbestimmung der Drohne weist (wie bei allen GPS-Geräten) immer eine gewisse Ungenauigkeit auf, genauso wie das verwendete Kartenmaterial.

Im tatsächlichen Einsatz ist die Drohne also nie genau dort, wo sich in der App auf der Karte angezeigt wird.

Enge Flugmanöver zwischen Bäumen, Häusern ist so kaum umsetzbar. Bringe ich die Drohne in große Höhe, um einfach über alle Hindernisse (Häuser…) drüber wegzufliegen, komme ich ganz schnell an die Wlan-Grenze.